Lachen, Rennen, Turnen, Spielen: Trotz Schulferien war viel los in der Turnhalle und dem Pausenhof der Albrecht-Berblinger-Schule in Ulm. Kinder liefen auf Stelzen, jonglierten Bälle und lernten Einrad fahren. Die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis hatte gemeinsam mit dem SPD-Arbeitskreis Migration und Dieter Baumann von der Circusschule Harlekin für die Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft in der Römerstraße einen Mitmachzirkus veranstaltet.
„Es ist ein wunderbarer Nachmittag, an dem der Bewegungsdrang der Kinder, unbeschwertes Lachen und Freude am gemeinsamen Tun im Mittelpunkt stehen“, freute sich Mattheis an den strahlenden Kinderaugen. Nachdem die Familien in der Flüchtlingsunterkunft abgeholt worden waren, unterhielten sie die Jugendlichen der Circusschule Harlekin mit einer kleinen Vorführung. Danach konnten die Flüchtlingskinder selbst ausprobieren, welche akrobatischen Fähigkeiten in ihnen stecken.
Unter Hilfestellungen der Jungsozialisten (Jusos) und der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) probierten etwa 50 Kinder jonglieren, mit Stelzen zu laufen, Einrad zu fahren und auf Rollen zu balancieren. Zwischendurch konnten sie sich mit ihren Eltern dank der Kuchenspenden von SPD-Mitgliedern und Unterstützern stärken. Die 40 Erwachsenen hatten bei einer Tasse Kaffee auch die Möglichkeit, der Parlamentarierin ihre Sorgen und Nöte zu schildern, die vom langwierigen Asylverfahren bis zur Suche nach Bildungsangeboten reichten. Ermöglicht wurde der Mitmachzirkus auch durch die unbürokratische Unterstützung der Stadt Ulm und die tatkräftige Hilfe des Hausmeisters der Albrecht-Berblinger-Schule. „Diese Kinder fröhlich toben zu sehen ist der Beweis, dass wir viel erreichen könne, wenn einige Menschen gemeinsam an einem Strang ziehen“, dankte Mattheis allen ehrenamtlichen Helfern, die den Mitmachzirkus ermöglicht hatten.

Rund 800 000 Euro wird es die Stadt Ehingen kosten, die Straße unter der Brücke bei Berkach tiefer legen zu lassen. Jahrelang hat die Verwaltung die nötigen Mittel dafür in den Haushaltsplänen eingestellt – und jahrelang hat die Stadt auf einen Zuschuss in Höhe von 250 000 Euro vom Land gewartet. Nun hat die Landesregierung ein positives Signal gesendet, indem die Zusage für den Zuschuss gegeben wurde. „Sobald der Förderbescheid auch bei uns da ist, werden wir mit der Maßnahme beginnen“, sagt Ehingens Stadtbaumeister Heinz Fiesel, der sich durch die Tieferlegung der Straße in diesem Bereich um nur 70 Zentimeter einiges erhofft. „Wir erwarten, dass die Lastwagen des Entsorgungsunternehmens Braig dann nicht mehr durch das Wohngebiet und nicht mehr über die Adolffstraße fahren werden, sondern den geraden Weg über die Bundesstraße 492 nehmen werden“, sagt Fiesel. Denn spätestens dann, wenn die Durchfahrtshöhe der Brücke bei 4,50 Meter statt bisher 3,80 Meter liegt, können auch höhere Lastwagen die Brückendurchfahrt nutzen. „4,50 Meter ist hier das Standardmaß. Die Tieferlegung der Straße wird aber sehr teuer werden, weil an dieser Stelle das Grundwasser sehr hoch ist“, erklärt der Stadtbaumeister die bauliche Problematik und die relativ hohe Bausumme von 800000 Euro.
Dass der Lastwagenverkehr in den genannten Bereichen aber total abebben wird, davon ist laut Fiesel nicht auszugehen. Wie der Krokusweg im Berkacher Grund, an dem bereits diverse Verkehrsschauen stattgefunden haben, künftig befahren sein wird, ist offen. „Der Krokusweg ist nicht enorm belastet. Die letzte Verkehrsschau hat ergeben, dass dort rund 800 Fahrzeuge pro Tag fahren. Ein Verkehrsaufkommen, wie es in einem Wohngebiet üblich ist“, sagt Ehingens Ordnungsamtsleiter Ludwig Griener.
Fakt ist, dass die Stadt, sobald die Fördergelder aus Stuttgart da sind, mit der Tieferlegung der Straße beginnen wird. „Dann werden wir die Maßnahme umgehend ausschreiben“, so Fiesel.
URL: http://www.swp.de/3077043
Autor: FRANZ GLOGGER, 02.03.2015
Luizhausen:Die SPD will sich im Alb-Donau-Kreis verstärkt vor Ort zeigen und ein Ohr für die Anliegen der Menschen haben. So will der Kreisverband mehr Mitglieder gewinnen, die Region sei dafür ein gutes Pflaster.
Von "stabilen Mitgliederzahlen" berichtete Kassierer Sebastian Rickmann in der Jahreshauptversammlung des SPD-Kreisverbands Alb-Donau im Luizhauser Gasthof "Löwen Post" am Wochenende. Vorsitzender Bernhard Gärtner sprach aber auch von "den uns verbliebenen" Mitgliedern. Im Klartext: Ihm sind die eingetragenen 345 zu wenig. Deshalb soll ein Paket geschnürt werden, um wieder mehr Menschen für die Anliegen der Partei zu interessieren.
Die Voraussetzungen seien gut, denn die Region habe einen hohen Arbeitnehmeranteil, hohe Geburtenraten und damit viele junge Menschen. Gewonnen werden sollen Mitglieder über professionelle Werber, besonders aber über Veranstaltungen vor Ort, nicht zuletzt in Zusammenarbeit mit den Nachbarverbänden. Der politische "Ascherfreitag" mit Ulm und Neu-Ulm habe gezeigt: "Gemeinsam bekommen wir Säle voll", sagte Gärtner. An Themen, die Bürger bewegen, mangele es nicht. Als Beispiele nannte Gärtner den Bahnhalt auf der Alb, Schulpolitik einschließlich Inklusion, Verbesserungen der Pflegestützpunkte, Internetgefahren und nach dem Erwerbsleben Patientenverfügungen und Altersarmut.
Um die SPD wieder nach vorne zu bringen, sei es wichtig, vor Ort präsent zu sein, sagte der Schelklinger Jürgen Haas. Wer im Ort bekannt ist, werde angesprochen und erfahre, was die Menschen interessiert - er werde als "SPD" wahrgenommen. "Man muss unsere Leute vor Ort kennen, dann können sie enorm viel bewirken", sagte Haas.
35 Genossen waren nach Luizhausen gekommen, darunter der Landtagsabgeordnete Martin Rivoir und die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis. In ihrem Bericht zu aktuellen Fragen sprach Mattheis sich für ein neues Einwanderungsgesetz aus, in dem klarer festgelegt wird, "wer zu uns kommen kann, und wer nicht". Der Nachzug von Familienangehörigen und Ehegatten gehöre neu geregelt, um Härtefälle auszuschließen. Als Beispiel nannte sie den Fall des seit 40 Jahren in Dellmensingen lebenden Yasar Akengin, der seine türkische Frau nicht zu sich holen kann, weil sie wegen mangelnder Schulbildung keinen Deutschkurs schafft. "So etwas macht mich schier verrückt", sagte Mattheis. Einwanderer würden gebraucht, ohne sie bekäme Deutschland den Arbeitsmarkt "von der Pflegekraft bis zur Bäckereifachverkäuferin" nicht geregelt.
Robert Hartmann aus Balzheim mahnte, den Bedarf nicht zu sehr aus den hiesigen Erfahrungen mit weniger als vier Prozent Arbeitslosigkeit heraus zu beurteilen. Es gebe auch Regionen mit bis zu 25 Prozent ohne Arbeit. Dort wären Menschen froh, einen einfachen Job zu haben. "Was sagen wir denen?", fragte Hartmann. Es brauche neue Regeln, um den Bedarf "zielgenau" zu steuern. Der Blaubeurer Erwin Seppelfeld sorgt sich um die Anwerbung Hochqualifizierter. Was geschehe mit deren Ursprungsländern, "wenn sie wieder auf die Beine kommen und die Elite fehlt?" Hierfür gelte es an einen Ausgleich zu denken, etwa wie die Ablöseregelungen für Fußballspieler.
Kandidaten Bekannt gegeben wurde, dass für die Landtagswahl 2016 im Wahlkreis Ehingen wieder Alex Kübek als Kandidat zur Verfügung steht. Für den Wahlkreis Ulm/Alb-Donau kandidiert der Ulmer Landtagsabgeordnete Martin Rivoir. Als Delegierter für die "Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD" (AfA) wurde Bernhard Gärtner gewählt, in die "Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)" Elke Kneer aus Blaubeuren.
http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/Der-SPD-ein-Gesicht-geben;art4299,3077043
Quelle:
Publikation
SÜDWEST PRESSE, Ulm
Regionalausgabe
SÜDWEST PRESSE - Ehinger Tagblatt
Ausgabe
Nr.42
Datum
Freitag, den 20. Februar 2015
Seite
Nr.15
Deep-Link-Referenznummer
14977999
Neues zum Regionalbahnhof "Schwäbische Alb" bei Merklingen
Informationsveranstaltung in Laichingen
Der Informations- und Diskussionsabend zum Thema Regionalbahnhalt "Schwäbische Alb" findet am 26. Februar um 18 Uhr in der Daniel-Schwenkmezger-Halle in Laichingen statt. Veranstalter sind die Gemeinden der Laichinger Alb zusammen mit den Landtagsabgeordneten Karl Traub (CDU), Martin Rivoir (SPD) und Jürgen Filius (Grüne). Als Gäste werden erwartet OB Gerd Maisch aus Vaihingen/Enz, der Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm, Otto Sälzle, Gerhard Maier als betroffener Bürger und die Bürgermeister aus dem Einzugsbereich des Bahnhofs.
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